Viele Unternehmer erleben irgendwann einen ähnlichen Moment.

Das Unternehmen wächst.
Die Verantwortung verteilt sich auf mehrere Schultern.
Die Zahl der Mitarbeiter steigt.

Und plötzlich funktioniert die Art zu führen, die früher erfolgreich war, nicht mehr.

Der Unternehmer kann nicht mehr überall gleichzeitig sein.
Entscheidungen müssen auf mehreren Ebenen getroffen werden.

Die größte Lernlüge in Unternehmen

und wie Führungskräfte wirklich wachsen

Inhaltsverzeichnis

Wie der Mittelstand seine Wachstumshürde überwindet

Viele Unternehmer erleben irgendwann einen ähnlichen Moment. Das Unternehmen wächst. Die Verantwortung verteilt sich auf mehrere Schultern. Die Zahl der Mitarbeiter steigt.
Und plötzlich funktioniert die Art zu führen, die früher erfolgreich war, nicht mehr.

Der Unternehmer kann nicht mehr überall gleichzeitig sein. Entscheidungen müssen auf mehreren Ebenen getroffen werden. Führung verlagert sich zunehmend auf Führungskräfte.
Spätestens an dieser Stelle zeigt sich eine der zentralen Wachstumshürden vieler mittelständischer Unternehmen: Führung funktioniert nicht mehr nur über direkte Steuerung – sondern über Führungskräfte.

Und genau hier wird die Frage entscheidend, wie Führungskräfte heute eigentlich lernen.

Wissen ist heute nicht mehr der Engpass

Noch vor wenigen Jahren war Wissen ein echter Wettbewerbsvorteil. Heute steht Wissen überall zur Verfügung:

  • Bücher
  • Podcasts
  • Onlinekurse
  • digitale Lernplattformen
  • KI-Systeme.

Innerhalb weniger Minuten lassen sich heute Modelle zu Führung, Strategie oder Kommunikation recherchieren. Und trotzdem verändert sich in vielen Organisationen erstaunlich wenig.

Der Grund ist einfach: Wissen verändert kein Verhalten.
Erst wenn Wissen in konkrete Entscheidungen, Erfahrungen und Reflexion übersetzt wird, entsteht Entwicklung.

Wie Führungskräfte tatsächlich lernen

Eine der bekanntesten Erkenntnisse aus der Forschung zur Führungskräfteentwicklung ist das sogenannte 70-20-10-Modell.

Es geht unter anderem auf Studien des Center for Creative Leadership zurück und beschreibt, wo Führungskräfte tatsächlich lernen.
Die Grundidee:

  • 70 % durch praktische Erfahrung im Arbeitsalltag
  • 20 % durch Austausch, Feedback und Reflexion
  • 10 % durch klassische Weiterbildung

Diese Erkenntnis wurde in zahlreichen Studien bestätigt und in Fachpublikationen wie der Harvard Business ReviewManagerSeminare oder Training aktuell vielfach aufgegriffen.

Die wichtigste Konsequenz daraus lautet: Führungskräfteentwicklung findet überwiegend im Alltag statt – nicht im Seminarraum.

Seminare können Impulse geben. Die eigentliche Entwicklung entsteht durch Verantwortung, Entscheidungen, Feedback und Reflexion.

Lernen wird zur Führungsaufgabe des Unternehmers

Wenn Führungskräfte hauptsächlich im Alltag lernen, stellt sich eine entscheidende Frage: Wer gestaltet diesen Alltag eigentlich?

Die Antwort lautet: der Unternehmer und die Unternehmensführung.
Führungskräfteentwicklung ist deshalb weniger eine Frage von Trainingsprogrammen als eine Frage von

  • übertragenen Verantwortlichkeiten
  • Feedbackstrukturen
  • Lernräumen im Alltag
  • und einer Kultur, die Entwicklung ermöglicht.

Fünf typische Fehler in der Führungskräfteentwicklung

In vielen mittelständischen Unternehmen zeigen sich ähnliche Muster.
Es wird viel Zeit und Geld in Weiterbildung investiert – und gleichzeitig bleibt die Wirkung begrenzt.
Die Ursachen liegen häufig in strukturellen Missverständnissen.

1. Weiterbildung statt Entwicklung

Seminare werden als zentrale Lösung betrachtet.
Dabei entsteht Entwicklung vor allem durch Verantwortung im Alltag.

2. Das Gießkannenprinzip

Alle Führungskräfte besuchen ähnliche Trainings.
Dabei unterscheiden sich ihre Rollen, Herausforderungen und Stärken erheblich.

3. Zu wenig Feedback

Erfahrung allein reicht nicht aus. Erst durch Reflexion wird aus Erfahrung Lernen.
Viele Führungskräfte erhalten jedoch kaum strukturiertes Feedback zu ihrem Führungsverhalten.

4 Führung ohne echte Verantwortung

Führungskräfte sollen Teams führen, ohne tatsächlich Entscheidungen treffen zu dürfen.
Damit wird Entwicklung verhindert.

5 Fehlender Austausch auf Augenhöhe

Gerade der Austausch mit Führungskräften aus anderen Unternehmen eröffnet häufig neue Perspektiven.
Viele Unternehmen nutzen diesen Hebel kaum.

Die Wachstumshürde vieler Unternehmer

Mit zunehmender Unternehmensgröße verändert sich die Rolle des Unternehmers grundlegend.

In der frühen Phase eines Unternehmens funktioniert Führung oft sehr direkt: Der Unternehmer entscheidet, steuert und löst operative Probleme.
Doch mit wachsender Organisation stößt dieses Modell an seine Grenzen.

Führung muss sich weiterentwickeln – von der direkten Steuerung einzelner Aufgaben hin zur Führung über mehrere Ebenen.
Der Unternehmer führt nicht mehr nur Mitarbeiter, sondern zunehmend Führungskräfte. Und diese wiederum führen ihre Teams. Mit weiterem Wachstum verschiebt sich der Fokus noch einmal.

Führung erfolgt nicht mehr primär über Einzelentscheidungen, sondern zunehmend über

  • klare Verantwortlichkeiten
  • tragfähige Strukturen
  • gemeinsame Führungsprinzipien
  • und eine bewusst gestaltete Unternehmenskultur.

Der Unternehmer entwickelt sich damit vom operativen Entscheider hin zum Gestalter von Führungssystemen im Unternehmen.
Genau hier entsteht in vielen mittelständischen Unternehmen eine zentrale Wachstumshürde.

Der Übergang von
„Ich führe alles selbst“
zu
„Ich ermögliche Führung über Systeme, Strukturen und Kultur“
erfordert eine neue Form von Führung.

Die Entwicklung des Unternehmers als Schlüssel

Bei aller Bedeutung von Führungskräften bleibt ein Punkt entscheidend: Ein Unternehmen wächst nur so weit, wie sich der Unternehmer selbst entwickelt.

Dieser Gedanke wird unter anderem im Unternehmersystem von Stefan Merath beschrieben. Darin gehört die Arbeit an der eigenen Persönlichkeit zu den zentralen Aufgaben eines Unternehmers.
Viele Unternehmer investieren deshalb bewusst einen erheblichen Teil ihrer Zeit in ihre persönliche Entwicklung.

In manchen Phasen kann dies sogar bis zu 50 Prozent der eigenen Zeit betreffen.
Nicht aus Selbstoptimierung, sondern weil persönliche Entwicklung die Grundlage für

  • strategische Entscheidungen
  • Führungsqualität
  • Organisationsentwicklung
  • und nachhaltiges Wachstum

bildet.

Persönliche Entwicklung als Führungsinstrument

Die persönliche Entwicklung eines Unternehmers umfasst weit mehr als fachliches Wissen.

Sie betrifft unter anderem:

  • Werte und Überzeugungen
  • Stärken und Kompetenzen
  • persönliche Vision
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Umgang mit Emotionen
  • Glaubenssätze
  • Klarheit über die eigene Rolle.

Diese Faktoren prägen unmittelbar

  • die Kultur eines Unternehmens
  • den Umgang mit Verantwortung
  • die Qualität von Entscheidungen.

Führung beginnt deshalb nicht im Organigramm. Sie beginnt in der Persönlichkeit des Unternehmers.

Meine eigene Praxis als Unternehmerin

Für mich gehört diese Arbeit an der eigenen Entwicklung selbstverständlich zum Unternehmeralltag.

Ich plane jedes Jahr mehrere gezielte Weiterbildungen, die meine Perspektive erweitern und mich als Unternehmerin weiterentwickeln. Gleichzeitig ist mir ein Umfeld wichtig, das ehrliche Reflexion ermöglicht. Der Austausch mit anderen Unternehmern schafft neue Perspektiven und eine Form von Verbindlichkeit, die im Alltag oft schwer zu erreichen ist.

Auch Coaching gehört für mich dazu. Ein externer Blick hilft, blinde Flecken zu erkennen und wichtige Entscheidungen zu reflektieren. Darüber hinaus spielen tägliche Routinen eine wichtige Rolle – etwa Meditation, Sport und regelmäßige Reflexion. Sie helfen mir, Klarheit zu behalten, meine eigenen Denkmuster zu hinterfragen und meinen Fokus bewusst zu steuern.

Lesen gehört ebenfalls dazu. Allerdings nicht im Sinne eines möglichst großen Bücherstapels, sondern im Sinne weniger, wirklich relevanter Bücher für Unternehmer und der konsequenten Umsetzung der darin enthaltenen Ideen.

Denn am Ende gilt auch hier: Wissen wird erst durch Umsetzung wertvoll.

Ein Beispiel: die Leadership Journey

Programme zur Führungskräfteentwicklung versuchen deshalb zunehmend, verschiedene Lernformen miteinander zu verbinden.

Ein Beispiel dafür ist unsere Leadership Journey.
Sie richtet sich gezielt an Führungskräfte mittelständischer Unternehmen und orientiert sich bewusst an den Prinzipien des 70-20-10-Modells.

Dazu gehören unter anderem:

  • Austausch mit Führungskräften aus anderen Unternehmen
  • ein Buddy-System zur gegenseitigen Reflexion
  • Self-paced Learning über einen digitalen Campus
  • praxisnahe Arbeitsmaterialien zur direkten Anwendung im Führungsalltag
  • Coaching-Impulse zur Reflexion konkreter Führungssituationen.

Ein besonderer Bestandteil sind zudem Präsenztage an sogenannten Kraftorten. Diese Orte schaffen bewusst Abstand zum beruflichen Alltag und ermöglichen Raum für strategische Reflexion.

Der Ortswechsel ist dabei kein Selbstzweck. Er unterstützt Führungskräfte dabei, ihre Rolle, Verantwortung und Wirkung im Unternehmen klarer zu reflektieren.

Ein erster Impuls zur eigenen Führung

Wer sich intensiver mit seiner eigenen Führung beschäftigen möchte, kann mit einer einfachen Reflexion beginnen.
Der KraftCoach AI verbindet stärkenorientierte Führung mit einem KI-gestützten Reflexionsdialog.

Basierend auf deinen persönlichen Stärken ermöglicht er unter anderem:

  • eine strukturierte Selbstbild- und Fremdbildreflexion
  • konkrete Feedbackvorlagen für Mitarbeitergespräche
  • Impulsfragen für den Führungsalltag
  • einen KI-gestützten Dialog zur Weiterentwicklung deiner Führung.

Zum Schluss eine einfache Frage

Viele Unternehmen investieren viel Geld in Weiterbildung. Doch die entscheidende Frage lautet oft eine andere: Schaffen wir wirklich Lernräume – oder nur Trainingsprogramme?

Denn Führung entsteht nicht durch Wissen. Sie entsteht durch Verantwortung, Erfahrung, Feedback und persönliche Entwicklung.

Oder anders gesagt: Die Entwicklung deiner Führungskräfte beginnt nicht bei ihnen.
Sie beginnt bei dir als Unternehmer.

Executive Summary für Unternehmer

Wenn du als Unternehmer wenig Zeit hast, lassen sich die wichtigsten Erkenntnisse so zusammenfassen:

  • Führungskräfte lernen überwiegend im Alltag, nicht im Seminarraum.
  • Das 70-20-10-Modell zeigt, dass Erfahrung und Feedback entscheidend für Entwicklung sind.
  • Viele Unternehmen investieren zu stark in Trainings und zu wenig in Lernräume im Alltag.
  • Mit wachsender Unternehmensgröße verändert sich die Rolle des Unternehmers: von operativer Führung hin zur Gestaltung von Strukturen, Systemen und Kultur.
  • Die Entwicklung eines Unternehmens hängt eng mit der persönlichen Entwicklung des Unternehmers zusammen.

Dein Weg zur Spitzenführung: Wachstum, Leichtigkeit und Erfolg!

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